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1,4 Mio. Oesterreicher haben noch nicht vorgesorgt |
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Die private Vorsorge wird für die Österreicher immer wichtiger. Rund 1,4 Millionen Österreicher haben aber noch nicht vorgesorgt, weitere 706.000 fühlen sich trotz Vorsorge "unzureichend abgesichert". Das geht aus dem aktuellen GfK-Trendbarometer Eigenvorsorge 2006 hervor. Zweitbeliebtestes Produkt hinter der Lebensversicherung ist bereits die staatlich gefördert Zukunftsvorsorge. "Die dritte Säule des Pensionssystems wird zwar immer tragfähiger. Viele haben das trotzdem noch nicht als eigene Verantwortung erkannt und verlassen sich auf den Staat", so Alexander Zeh, Leiter Finanzmarktforschung bei Fessel-GfK. Laut einer Umfrage unter 2.000 Personen halten 52 Prozent der Befragten Eigenvorsorge für sehr wichtig, weitere 40 Prozent für wichtig. "Knapp zwei Drittel der befragten Personen sind mittlerweile der Meinung, dass das ideale Alter unter 30 Jahren liegt", erläutert Zeh. 1996 war es nur jeder dritte Befragte. 11 Prozent setzen heuer das ideale Einstiegsalter sogar unter 20 Jahren an. Vor allem bei den jüngeren Bevölkerungsschichten gewinnt die Eigenvorsorge rasch an Bedeutung. Fast die Hälfte der 20 bis 24- Jährigen hat schon unter 20 Jahren erste Vorsorgeschritte gesetzt. Insgesamt haben 2,8 Millionen Österreicher zwischen 20 und 54 bereits Schritte zur Eigenvorsorge gesetzt. Das klassische Vorsorgeprodukt bleibt auch 2005 die Lebensversicherung, obwohl sie in den vergangenen Jahren sukzessive an Bedeutung verloren hat (von 55 auf 44 Prozent). "Für die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge haben sich mittlerweile 27 Prozent der Befragten entschieden. Sie liegt damit schon auf Platz 2", stellt Zeh fest. 10 Prozent setzen auf Wertpapiere. Vorsorge per Sparbuch (22 Prozent), Bausparvertrag (24 Prozent) oder Immobilien (10 Prozent) ist tendenziell rückläufig. |
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Riester-Rente zur Altersvorsorge gut geeignet |
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Die Riester-Rente zur privaten Altersvorsorge bekommt von Finanzexperten gute Noten. Gefragt, welche Altersvorsorge-Produkte am besten geeignet sind, um die gesetzliche Rente aufzustocken, stimmten 88 Prozent der befragten Experten für die Riester-Rente. Dies ist Ergebnis einer aktuellen Studie der Finanzberatungsgesellschaft Plansecur. Die Riester-Rente ließ damit die betriebliche Altersvorsorge mit 86 Prozent und die private, fondsgebundene Rentenversicherung mit 82 Prozent knapp hinter sich. 59 Prozent der Befragten stimmten für die Rürup-Rente als Produkt, mit dem die gesetzliche Rente sinnvoll aufzustocken ist. Abgeschlagen landet die klassische Lebensversicherung auf dem letzten Platz: Nur 16 Prozent der befragten Finanzexperten glauben, dass der ehemalige Liebling der Deutschen auch in Zukunft als Altersvorsorge-Produkt von Verbrauchern bevorzugt in Anspruch genommen wird. Etwas positiver sehen die Finanzexperten die fondsgebundene Variante der Lebensversicherung: 38 Prozent schätzen die Lebensversicherung, deren Beiträge zum größten Teil in Investmentfonds angelegt werden, als gute Möglichkeit, die Rentenlücke im Alter zumindest teilweise zu schließen. Dass die gesetzliche Rente in Zukunft nicht mehr als eine Grundversorgung darstellen wird, ist nahezu jedem der Befragten bewusst: 97 Prozent glauben nicht an eine ausreichende Versorgung durch die gesetzliche Rentenversicherung im Alter. Wahrscheinlicher ist in den Augen der Finanzexperten, dass sich in den nächsten 20 Jahren ein Systemwandel vollziehen wird: 61 Prozent halten es für möglich, dass die gesetzliche Rentenversicherung vom umlagefinanzierten System schrittweise in ein kapitalgedecktes System umgestellt wird. |
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Tiefere Rente aus dem Sparkapital - Bundesrat senkt den Umwandlungssatz |
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Der Bundesrat will den Umwandlungssatz in der beruflichen Vorsorge senken. Damit sinken die jährlichen Renten, die aus dem gesparten Altersguthaben der zweiten Säule ausbezahlt werden. Die Debatte über die «zweite Säule» ist neu lanciert. Der Bundesrat will - wie schon in der Vernehmlassung vorgeschlagen - den Umwandlungssatz bis 2011 in vier Schritten auf 6,4 Prozent reduzieren. Die jährliche Altersrente wird in Prozenten des Altersguthabens berechnet, das die Versicherten angespart haben, wenn sie das Pensionsalter erreichen. Derzeit erhalten Männer eine Rente von 7,1 Prozent ihres angesparten Alterskapitals. Frauen wird mit 7,2 Prozent noch ein etwas höherer Anteil ausbezahlt. Nach der vom Parlament beschlossenen 1. BVG-Revision hätte der Umwandlungssatz bis 2014 schrittweise auf 6,8 Prozent für beide Geschlechter sinken sollen. Jetzt hat der Bundesrat das Tempo wie erwartet etwas verschärft. Seiner Ansicht nach genügte die bisher beschlossene Senkung nicht, weil sie zwar die gestiegene Lebenserwartung, nicht aber die längerfristig deutlich tieferen Renditeerwartungen auf den Finanzmärkten berücksichtigt. Trotz der Senkung des Umwandlungssatzes ist die Landesregierung der Ansicht, dass das von der Verfassung festgeschriebene Leistungsziel erfüllt wird. Ziel der 1. und 2. Säule zusammen ist es, eine Fortführung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise fortzuführen. Verfassungsziele sollen erreicht werden Für mittlere Einkommen gilt dieses Ziel mit einer Gesamtrente von rund 60 Prozent der Bruttoeinkommens als eingehalten. Gemäss den Berechnungen des Bundesrates ist bei einem Einkommen von 55'000 Franken selbst mit einem tieferen Umwandlungssatz von 6,4 Prozent mit einer Gesamtrente (1. und 2. Säule) von 60 bis 63 Prozent der Bruttoeinkommens zu rechnen. Für ein gespartes Altersguthaben von 100'000 Franken erhält man bei einem Umwandlungssatz von 6,4% eine Jahresrente von 6400 Franken.
Scharfe Kritik der Gewerkschaften Die Gewerkschaften reagierten mit scharfer Kritik. Die vom Bundesrat vorgeschlagene Senkung beruhe auf pessimistischen Renditeerwartungen, die sich bisher nicht bewahrheitet hätten, schreibt der Der Gewerkschaftsbund (SGB) in einer Medienmitteilung. Angesichts der grossen sozialpolitischen Bedeutung des Mindestumwandlungssatzes und des Mindestzinsatzes sei ein überhastetes Vorgehen inakzeptabel. Diese Sätze seien für die Versicherten die einzigen Garantien für ein Mindestleistungsniveau in der obligatorischen beruflichen Vorsorge. Wie beim jährlichen Trauerspiel um die Festsetzung des Mindestzinssatzes BVG habe auch hier der Bundesrat den Forderungen der Lebensversicherer nachgegeben. Diesen gehe es auch mit dem heutigen Umwandlungssatz schon blendend - zulasten der Versicherten. |
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Pensionskassen - Deckungsbeitraege steigen Lockerung Regulatorien gefordert |
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Die Schweizerischen Pensionskassen haben ihre
Finanzierungssituation per Ende 2005 massiv verbessert. Nach einem leichten
Rückschlag im Verlauf des Jahres 2006 haben sich die Deckungsbeiträge der
Kassen bis Ende September wieder auf das Niveau von Anfang Jahr erhöht. Dies
geht aus den am Mittwoch in Zürich vorgestellten Umfrageergebnissen der
jährlich von Swisscanto und ASIP durchgeführten Pensionskassenstudie sowie des
AWP/Complementa Risiko Check-Up 2006 hervor.
"Ende Juni lagen die Deckungsbeiträge etwas hinter jenen zu Jahresbeginn
zurück. Dank der guten Entwicklung an den Finanzmärkten dürften die
Deckungsbeiträge bis Ende September wieder auf dem Niveau von Anfang 2006
sein", erklärte Complementa-CEO Benjamin Brandenberger vor den Medien. So
weisen die Kassen im gewichteten Durchschnitt im September einen Deckungsgrad
von etwas mehr als 107% auf. Erfreulich sei dabei die gute Entwicklung der
öffentlich-rechtlichen Kassen ohne Staatsgarantie mit einem Wert von etwa 115%,
so Brandenberger.
Ein Thema am Mediengespräch war auch die Asset Allocation der Pensionskassen
sowie mögliche Verbesserungsansätze. Dabei lag der Anteil der Obligationen per
Ende 2005 nach wie vor bei rund 38%. Einen Anstieg auf 29,0 von zuvor 27,0% war
bei den Aktien zu sehen, dagegen ging der Anteil an flüssigen Mittel auf 6,2
(zuvor 7,3)% und an Liegenschaften auf 17,9 (18,4)% zurück. Nach wie vor wenig
Bedeutung wird den Alternativen Anlagen mit einem Anteil von 3,0 (2,4)%
beigemessen.
Etwa die Hälfte der befragten Kassen plädiert auf eine Lockerung der
Anlagevorschriften. Dies bezieht sich unter anderem auf den Einsatz von
alternativen Anlagen. Auch Peter Bänziger, Mitglied der
Swisscanto-Geschäftsleitung, plädiert für eine stärkere Gewichtung von Funds of
Hedge Funds zur Reduktion der Korrelation unter den verschiedenen
Anlagekategorien. Gegenüber dem Benchmark (Börsenindex) könne so das
Rückschlagrisiko substanziell gesenkt werden, hingegen resultiere bei
haussierenden Aktienmärkten eine Underperformance zum Benchmark. Ebenfalls gute
Portfolio-Ergänzungen seien Wandelanleihen, Immobilien sowie Private
Equity-Engagements, so Bänziger weiter.
In Sachen Mindestverzinsung von BVG-Guthaben stellt sich Hans Ender, Präsident
des Schweizerischen Pensionskassenverbandes ASIP, die Frage, ob nicht die
Gutschrift der erzielten Nettoperformance (Performance abzüglich Kosten für
Administration und Vermögensanlage sowie die Rückstellungen) die transparentere
Lösung wäre. Allerdings müssten dann auch negative Ergebnisse von den
Versicherten akzeptiert werden.
Auch für den Umwandlungssatz fordert Ender die Prüfung alternativer Ansätze.
Nebst der durchschnittlichen Lebenserwartung führt in der Berechnung des
Umwandlungssatzes vor allem der technische Zinssatz zu ungewollten
Schwankungen. Ender schlägt deshalb vor, den Umwandlungssatz nur noch mit der
Lebenserwartung und der jährlich erzielten Nettoperformance zu ermitteln.
Die technischen Zinssätze der Pensionskassen waren gemäss Umfrage im
vergangenen Jahr rückläufig. Der Mittelwert bei den Kassen im Leistungsprimat
reduzierte sich auf 3,95 (3,99)% und jener im Beitragsprimat auf 3,67 (3,74)%. |
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Garantiezins bei Lebensversicherungen sinkt |
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Wer im Jahr 2007 eine Lebensversicherung abschließt, kann nur noch mit einem garantierten Zinssatz von 2,25 Prozent rechnen. Derzeit werden die Policen noch mit einem garantierten Zinssatz von 2,75 Prozent verzinst. Der Bundesrat hatte bereits Ende vergangener Woche die geplante Absenkung des Garantiezinses genehmigt, wie das Handelsblatt berichtet. Das Bundesfinanzministerium hatte in Abstimmung mit Versicherungsmathematikern die Absenkung des Zinssatzes vorgeschlagen. Grund hierfür ist eine feste Regel, wonach der Zinssatz immer dann gesenkt werden muss, wenn er mehr als 60 Prozent des zehnjährigen Mittels der Umlaufrendite von Staatsanleihen ausmacht. Die Absenkung des Garantiezinses gilt nur für Neukunden ab 2007. Für Bestandskunden ändert sich nichts. Aber auch Neukunden müssen nicht zwingend mit niedrigeren Renditen bei der Lebensversicherung rechnen. Ein Teil der Verzinsung der Policen ist ertragsabhängig, so dass die Kunden bei guter Ertragslage der Versicherer auch mit ähnlichen Renditen wie derzeit rechnen können. Mit der jetzt beschlossenen Absenkung ist das Ende womöglich noch nicht erreicht. "Wir können froh sein, wenn wir im nächsten Jahr die 2,25 Prozent halten können", sagte ein Versicherer gegenüber dem Handelsblatt. Zwar steigen die Kapitalmarktzinsen gerade wieder, jedoch orientiert sich die Berechnungsformel für die Zinssenkung am Durchschnitt der letzten zehn Jahre. |
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