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Die Aelteren sind gluecklich |
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Die Älteren sind glücklicher Der Mensch ist im Alter am zufriedensten - und nicht, wie viele glauben, in seiner Jugend. Forscher haben in einer Studie eine plausible Erklärung für das erstaunliche Phänomen gefunden. "I hope I die before I get old", textete Pete Townshend, Kopf der Rockband The Who, 1965 in dem Song "My Generation". Die Angst vorm Älterwerden trieb den damals 20-Jährigen um -er wollte sterben, bevor tiefe Falten sein Gesicht zerfurchen. Wissenschaftler von der University of Michigan glauben, dass hinter Townshends Befürchtungen ein weitverbreiteter Irrglaube steckt: dass Menschen in ihrer Jugend ihre glücklichsten Tage erleben. Heather Lacey und ihr Team befragten mehr als 540 Erwachsene nach ihrem persönlichen Glücksgefühl. Dabei wurden die Probanden je nach Alter in eine Gruppe mit Teilnehmern zwischen 21 und 40 Jahren und in eine ältere Gruppe mit Probanden über 60 eingeteilt. Jeder Studienteilnehmer musste anschließend auf einer Skala von eins bis zehn bewerten, wie glücklich er im Moment der Befragung war und wie glücklich er sich mit 30 und 70 Jahren fühlte beziehungsweise nach seiner Einschätzung fühlen wird. Zudem fragten die Forscher die Probanden nach dem durchschnittlichen Glücksgefühl der verschiedenen Altersgruppen. Ältere sind emotional stabiler Das Resultat war eindeutig: Die jungen Probanden gingen davon aus, ältere Menschen seien weniger glücklich. Die älteren glaubten ebenfalls, sie seien in jungen Jahren glücklicher gewesen, erklärt Lacey. Beide Annahmen treffen jedoch nicht zu, wie die weitere Auswertung der Befragung zeigte. So schätzten sich die älteren Studienteilnehmer als deutlich glücklicher ein als die jungen. Der Mensch lerne also mit den Jahren, mit Höhen und Tiefen besser umzugehen, schreibt die Forscherin. Er wird dadurch mit zunehmendem Alter glücklicher - selbst wenn die äußeren Umstände wie etwa die Gesundheit sich verschlechtern. "Menschen glauben oft, dass Glück eine Frage der Lebensumstände ist", sagte Peter Ubel, Co-Autor der im Fachblatt "Journal of Happiness Studies" veröffentlichten Studie. Wenn etwas Gutes geschehe, würden viele annehmen, lang anhaltendes Glück zu erleben. Passiere etwas Schlechtes, etwa eine Krankheit, dann glaubten viele Menschen, dass eine längere Unglücksphase die Folge sei, erklärte Ubel. Dies sei jedoch ein Irrtum. Das individuell empfundene Glück hänge vielmehr von den inneren emotionalen Ressourcen ab, die mit zunehmendem Alter immer größer würden. Geld fürs Alter sparen oder nicht? Erstaunlicherweise schätzten sich die älteren Probanden selbst glücklicher ein als den Durchschnitt ihrer Generation. Diese Neigung des Menschen, sich selbst als besser als den Durchschnitt zu beurteilen, haben Wissenschaftler in früheren Studien immer wieder beobachtet. Die Studie könnte auch Hinweise dafür liefern, wie Menschen in jungen Jahren Entscheidungen treffen, die ihr späteres Leben beeinflussen - etwa wenn es darum geht, mit dem Rauchen zu beginnen oder Geld zu sparen. Auch die sogenannte Midlife-Crisis, die in mittleren Jahren plötzlich einsetzende Angst vor dem Alter, lässt sich womöglich mit dem von den Forschern beobachteten Phänomen erklären. |
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Pensionierungskurse bereiten auf die Zeit nach dem Erwerbsleben vor |
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Beruf: Endlich frei Pensionierungskurse bereiten auf die Zeit nach dem Erwerbsleben vor Die Pensionierung ist eine einschneidende Veränderung. Der neue Lebensabschnitt birgt sowohl Chancen als auch Risiken. In Kursen können sich Pensionierte mit den neuen Herausforderungen auseinandersetzen und sich auf die erwerbsarbeitsfreie Zeit vorbereiten. Vierzig Jahre lang hat die Berufstätigkeit ihr Leben bestimmt, bei den einen ohne nennenswerte Unterbrüche, bei den anderen gab es zwischendurch Auszeiten. Doch war die Arbeit für alle 20 Teilnehmer eines Pensionierungskurses für Singles, der vom Kompetenzzentrum Altersvorbereitung der Pro Senectute durchgeführt wird, ein bedeutender, wenn nicht sogar der bedeutendste Teil ihres Lebens. Die Erwerbstätigkeit hat in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert; der Beruf ist mehr denn blosser Broterwerb, und viele Menschen definieren sich vornehmlich über ihre Berufstätigkeit. Was nun?
Wie geht man nun damit um, wenn dieses bestimmende und zentrale Lebenselement, aus dem wir auch unseren gesellschaftlichen Status ableiten, von einem Tag auf den anderen wegfällt? Was macht man bloss mit der plötzlich schier unendlich scheinenden verfügbaren Zeit? Wie kann man seinem Leben unabhängig von der Arbeit einen Sinn geben? Und wie bestreitet man überhaupt seinen Unterhalt, wenn das Konto nicht mehr monatlich mit dem Lohn aufgestockt wird? Diese Überlegungen können zu Unsicherheit und Angst führen, doch solche Gefühle hegt keiner von den Kursteilnehmern; niemand fürchtet sich vor der Pensionierung. Sie blicken dem neuen Lebensabschnitt mehrheitlich mit ungeteilter Freude entgegen, bei einer Minderheit halten sich positive und negative Erwartungen die Waage. Insbesondere die neu gewonnene Freiheit, die frei verfügbare Zeit sowie die Unabhängigkeit von beruflichen Zwängen werden als Gewinne bewertet. Dass zudem die Rivalität und der Wettbewerb in der Firma - eine Erfahrung, die viele Kursteilnehmer gemacht haben - sowie der äussere Druck am Arbeitsplatz wegfallen, empfinden viele der angehenden oder bereits Pensionierten ebenfalls als Erleichterung. Die Anforderungen an die Arbeitnehmer hätten sich verändert, seien teilweise auch höher geworden, und es habe in den letzten Jahrzehnten ein Wertewandel stattgefunden, der ihnen Mühe bereitet habe, äussern sich einige. Auch ist nicht überall der Verbleib im Unternehmen bis zur Pensionierung üblich. Andere hingegen blicken zufrieden auf ihr Arbeitsverhältnis zurück. Abschied und Neuanfang Mit dem Abschied vom Berufsleben sind jedoch auch gewisse Verluste verbunden. Viele werden sich finanziell einschränken müssen, da die Auszahlungen der AHV und der Pensionskasse nicht das Niveau des früheren Lohns erreichen werden. Dies trifft besonders Frauen, die wegen der Kinder einige Jahre nicht berufstätig waren, oder diejenigen, die vor allem Teilzeit gearbeitet haben. Eine detaillierte Budgetplanung kann hier hilfreich sein. Dabei wird sich auch zeigen, ob möglicherweise ein Wohnungswechsel ins Auge gefasst werden sollte. Der Begriff «reiche Alte», darin waren sich die Kursteilnehmer einig, trifft wohl nur auf eine Minderheit zu. Über die finanziellen Aspekte der Pensionierung sowie über güter- und erbrechtliche Belange informierte im Rahmen des Kurses ein Finanzexperte. Der Abschied vom Arbeitsleben mag einem leicht fallen oder nicht, sich richtig zu verabschieden, etwa in Form eines Apéros, sei in jedem Fall wichtig, empfiehlt die Kursleiterin Renate Rubin. Denn damit werde ein formeller Schlusspunkt gesetzt, und man vermeide dadurch insbesondere, allfällige arbeitsbezogene Probleme noch lange mit sich herumzutragen. Gemäss den Teilnehmern wird in vielen Firmen ein Abschiedsapéro für austretende Mitarbeiter offeriert. In gewissen Betrieben wird sogar ein Fest veranstaltet, inklusive Geschenk und besonderer Darbietungen. Einige wissen auch von regelmässigen Treffen ehemaliger Mitarbeiter ihrer Unternehmung. Die Pensionierung ist ein Neuanfang, auch wenn der Eintritt ins Pensionsalter nicht für alle Kursteilnehmer eine radikale Abkehr vom Arbeitsleben bedeutet. Manche werden ihr Vollzeitpensum noch kurze Zeit weiterführen, andere bleiben ihrer Firma noch im Teilzeitverhältnis erhalten. Dies etwa, weil für sie noch kein Ersatz gefunden wurde oder weil sie gerne noch etwas zu ihrer Rente dazuverdienen möchten. Irgendwann jedoch werden auch sie ihre letzte Arbeitsstunde geleistet haben und sich neuen Aufgaben zuwenden. Viele der Kursteilnehmer haben schon konkrete Vorstellungen davon, wie sie ihre freie Zeit verwenden werden. Jemand möchte im Kinderspital in Bern kranke Kinder besuchen und Blinde im Zug von Bern nach Zürich begleiten. Andere möchten reisen, ein Instrument spielen lernen, malen, Sprachen lernen, Kinderbücher schreiben, einen Hund übernehmen, im Altersheim helfen oder eine andere Form von freiwilliger Arbeit leisten. Dies seien Aktivitäten, für die sie bisher keine oder zu wenig Zeit gehabt hätten, sagen die angehenden Pensionierten. Dazu gehören frühere Hobbys oder auch ganz neu zu entdeckende Beschäftigungen. Kreative Tätigkeiten ausüben zu wollen, wird häufig genannt, da man jetzt schliesslich über die nötige Musse verfüge. Die intensivere Pflege des Beziehungsnetzes ist ebenfalls ein häufig genanntes Ziel. Gerade Singles sind hier besonders gefordert, denn dadurch soll nach dem Wegfall der sozialen Kontakte am Arbeitsplatz einer möglichen Vereinsamung entgegengewirkt werden. Singles seien dadurch eher gefährdet, sagen die Statistiken, allerdings pflegen langjährige Singles oft aktiver als in einer Partnerschaft lebende Menschen ein breites Beziehungsnetz. Weiss jemand überhaupt nicht, was mit der plötzlich verfügbaren freien Zeit anzufangen ist, gibt der Pensionierungskurs Anregungen und versucht, durch Anknüpfen an gegenwärtige und frühere Hobbys und Interessen neue Wege der Freizeitgestaltung aufzuzeigen. Das Altern thematisieren Obwohl heute mit Beginn der Pensionierung voraussichtlich noch viele Jahre ohne grössere gesundheitliche Beschwerden vor uns liegen dürften, wird einem wohl dennoch an diesem Punkt vielleicht zum ersten Mal richtig bewusst, dass man alt wird. Deshalb wird in den Pensionierungskursen des Kompetenzzentrums Altersvorbereitung der Pro Senectute auch das Altern thematisiert. Diskutiert wird etwa, was Älterwerden überhaupt bedeutet, welche körperlichen und geistigen Veränderungen damit einhergehen, wie das Alter früher war und was ein «gelungenes Altern» sein kann. Eine Ärztin spricht zudem über Gesundheit und Wohlbefinden, und ein weiterer Teil des Kurses widmet sich der geistigen Vitalität. Neben Pensionierungskursen für Singles werden auch solche für Paare angeboten. In einer Partnerschaft lebende Pensionierte werden aufgefordert, zusammen mit dem Partner am Kurs teilzunehmen. In diesen Kursen nehmen insbesondere die Veränderungen in der Partnerschaft nach der Pensionierung einen wichtigen Platz ein, etwa die Frage, was es für das Zusammenleben bedeutet, wenn plötzlich beide viel häufiger zu Hause sind und keine festen Verpflichtungen mehr haben.
Diesen Artikel finden Sie auf NZZ Online unter: http://www.nzz.ch/2006/05/24/ma/articleE4Y2A.html
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Soziale Sicherheit in der Schweiz kostet immer mehr |
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132 Milliarden Franken für SozialausgabenSoziale Sicherheit in der Schweiz kostet immer mehrDie Gesamtausgaben für die soziale Sicherheit in der Schweiz sind im Jahr 2004 auf 131,8 Milliarden Franken angestiegen. Das entspricht einer Zunahme um 3,4 Prozent. Die Zunahme fiel leicht höher aus als im Jahr zuvor. Insgesamt investierte die Schweiz fast 30 Prozent ihres Bruttoinlandprodukts in die soziale Sicherheit, etwa gleich viel wie 2003. Die Sozialausgaben in der Schweiz überschritten gemäss Schätzungen des Bundesamts für Statistik (BfS) 2004 erstmals die Grenze von 130 Milliarden Franken. Die Zuwachsrate war dabei grösser als im Vorjahr; damals legten die Ausgaben um 3,2% zu. Die Statistiker führen dieses Ausgabenwachstum vor allem auf die stark gestiegenen Leistungen in der obligatorischen Krankenversicherung, der Unfallversicherung und der beruflichen Vorsorge zurück. Anteil am BIP stabil gebliebenDer Anteil der Ausgaben für die soziale Sicherheit am Bruttoinlandprodukt (BIP) blieb 2004 mit 29,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr in etwa stabil. Damals betrug dieser Anteil 29,9 Prozent. 1970 lag er allerdings erst bei tiefen 12 Prozent. Seit den 1970er Jahren ist das System der Sozialen Sicherheit in der Schweiz stark ausgebaut worden. 1970 betrugen die Gesamtausgaben für die Soziale Sicherheit nominal 11,2 Milliarden. Bis 2000 stiegen sie auf 113,7 Milliarden Franken an und bis 2004 auf 131,8 Milliarden. Mehr Ausgaben, stagnierende Einnahmen Während sich die Ausgaben für die soziale Sicherheit 2004 erhöhten, stagnierten die Einnahmen bei 147,7 Milliarden Franken. Laut BfS ist dies eine Folge der Börsenentwicklung, die sich direkt auf die Vermögenserträge der Pensionskassen auswirkt. Deren Erträge gingen nach einem starken Wachstum 2003 im Berichtsjahr wieder leicht zurück. 13 Prozent aller Einnahmen im System der sozialen Sicherheit waren Vermögenserträge. Mehr als die Hälfte der Einnahmen stammt von den Arbeitgebern, den Arbeitnehmern und den Selbständigerwerbenden. Der Staat finanzierte ein knappes Viertel aller Beiträge, wobei auf den Bund 11 und auf die Kantone 10 Prozent entfielen. Altersvorsorge an erster Stelle Von den Gesamtausgaben für die soziale Sicherheit gingen 44 Prozent für die Altersvorsorge weg. An zweiter Stelle folgte mit einem Anteil von 26,1 Prozent die Krankenpflege vor der Invalidität mit 12,6 Prozent. Das bedeutet, dass über vier Fünftel aller Sozialausgaben dazu verwendet werden, die Risiken Alter, Krankheit und Invalidität abzudecken. Die restlichen Leistungen kamen mehrheitlich Arbeitslosen, Familien und Hinterbliebenen zugute. Die Sozialversicherungen decken 84 Prozent der Sozialleistungen ab. Den Rest tragen Lohnfortzahlungen, Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen. | | | | | | | | | Diesen Artikel finden Sie auf NZZ Online unter: http://www.nzz.ch/2006/06/01/il/newzzENX1UELX-12.html | |
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18.4.06 - AHV-Initiative zustande gekommen |
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Die Volksinitiative «für ein flexibles AHV-Alter» des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) ist formell zustande gekommen. Wie die Bundeskanzlei heute mitteilte, sind von den 108’105 eingereichten Unterschriften 106’507 gültig. Mit der Initiative soll ein Anspruch auf eine ungekürzte AHV-Rente für Versicherte ab 62 Jahren ermöglicht werden, die erwerbstätig waren und ihre Erwerbstätigkeit vor einem Rentenbezug aufgegeben haben. Eine generelle Senkung des AHV-Alters oder eine Rente à la carte soll die Initiative jedoch nicht ermöglichen. Die Mehrkosten, die durch die neue Regelung entstehen, werden von den Initianten auf 720 Millionen bis 1,15 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt. Eine volle Rente soll zudem nur erhalten, wessen Jahreseinkommen den Betrag von 116'000 Franken nicht übersteigt. |
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Lebensversicherungen ohne Auflagen erwünscht |
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Lebensversicherungen ohne Auflagen erwünscht Versicherung fordert variablen Aktienanteil. Je näher die Pension rückt, umso geringer sollte der Aktienanteil einer fondsgebundenen Lebensversicherung werden dürfen. Das fordert die zur Erste Bank gehörende Sparkassen Versicherung für die staatlich geförderte fondsgebundene Lebensversicherung. Derzeit müssen mindestens 40 Prozent des angesparten Geldes in Aktien angelegt werden. Doch lukrativer und damit "sinnvoller" sei es, den Aktienanteil zunächst hoch zu halten, und gegen Ende der Laufzeit – wenn das Risiko gering sein soll – auf weit unter 40 Prozent zurückzuschrauben, meint man bei der s Versicherung. Mit der 40-Prozent-Auflage sollte der Wiener Kapitalmarkt gefördert werden. Das war Anfang des Jahrzehnts. Mittlerweile boomt die heimische Börse. Die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge hat ihren Anteil dazu beigetragen. Steigende Ölpreise und gute Geschäfte in Zentral- und Osteuropa waren nach Ansicht von Franz Hahn, Finanzexperte des Wirtschaftsforschungsinstituts, aber "mindestens" genauso bedeutend für die Wiener Börse und gelistete Unternehmen wie die OMV oder die Bank Austria Creditanstalt. "Bei der aktuellen Performance der Wiener Börse ist es deshalb sinnlos, weiter zu fördern", sagt Hahn. Spielen auf Risiko Auch die staatliche Förderung sei nicht länger zu rechtfertigen. Denn das Bewusstsein, auch selbst für die Pension vorzusorgen, sei bei den Österreichern mittlerweile vorhanden. Diese war der zweite Hauptgrund, 2003 die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge einzuführen. "Wenn jemand auf dem Aktienmarkt spielen möchte, dann sollte das auf eigenes Risiko geschehen", meint Hahn. Das sieht man bei der s Versicherung anders: "Wenn der Aktienanteil variabel ist und die Lebensversicherung auch noch staatlich gefördert würde, wäre das natürlich super", sagt Co-Vorstand Alfred Neimke. Ein – nicht gefördertes – Produkt nach ihren Aktien-Vorstellungen gebe es seit vergangenem Jahr. Einstieg in Kroatien Mit Produkten wie diesem will man auch in Kroatien reüssieren. Dort ist die "Erste Sparkassen osiguranje d.d. za zivotno osiguranje" seit Juli 2005 präsent. Allerdings: Keine Lebensversicherung zu haben, sei hier "nicht das größte Problem", sagte kürzlich Vorstandschefin Snjezana Bertoncelj. Der Lebensstandard in Kroatien habe sich seit dem Krieg nicht wesentlich gebessert. "Wir fangen auf einem sehr niedrigen Niveau an", sagte Neimke. Doch Konkurrenzunternehmen wie die Allianz oder Grazer Wechselseitige hätten ebenfalls auf niedrigem Niveau begonnen. Die Wachstumsaussichten würden für sich sprechen. Nach wie vor wird aber der kroatische Versicherungsmarkt vom staatlichen Ex-Monopolisten Croatia Osiguranje dominiert. Dieser verliert zwar jährlich Marktanteile, hält aber noch immer 38 Prozent.
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