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Millionär zu werden ist gar nicht so schwer: Wer als Baby täglich 2,10 Euro zu sieben Prozent anlegt, ist nach 65 Jahren und Einzahlungen von knapp 50 000 Euro am Ziel. Ein Effekt des Zinseszinses. Schon für einen 50-Jährigen ist die Million fast unerreichbar: Über 100 Euro pro Tag sind vonnöten. Zum Glück brauchen nur wenige Bundesbürger eine Million, um im Alter finanziell abgesichert zu sein. Als Versorgungsziel können 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens angenommen werden; das entspricht etwa 70 Prozent des Bruttoeinkommens. Denn die Erfahrung zeigt, dass der finanzielle Bedarf im Alter nur wenig geringer ausfällt als während des Berufslebens. Bei einem Wert von 70 Prozent des Bruttoeinkommens bleibt eine Lücke von 25 Prozent, denn die gesetzliche Rente entspricht im Schnitt rund 45 Prozent des Bruttoeinkommens. Um die Lücke zu schließen, hat ein Lebensversicherer errechnet, sollte ein 40-Jähriger bis zum 65. Lebensjahr monatlich fünf Prozent seines Bruttos bei einem realen Zins von vier Prozent jährlich in die private Altersvorsorge stecken. Im Angebot sind Banksparpläne, private Renten- oder Lebensversicherung sowie Fonds oder Immobilien. Oft übersehen wird, dass es nur mit Sparen in punkto Vorsorge nicht getan ist: Vor dem Rentenbeginn drohen die Risiken Berufsunfähigkeit und Tod, die abgesichert werden müssen. Die richtige Altersvorsorge ist vor allem eine Frage der Lebensphase. Berufsstarter und Studienabgänger müssen zuerst das Risiko der Berufsunfähigkeit versichern, denn sie sind in den ersten fünf Berufsjahren nicht ausreichend abgesichert. Eine Lebensversicherung bietet einen günstigen Berufsunfähigkeits-Zusatzschutz, kurz BUZ genannt. Wer bereits gut abgesichert ist, kann Wert auf Rendite legen. Die Vorsorge kann je nach Vermögen und Risikoneigung mit Investmentfonds und Aktien erfolgen oder über eine private Rentenversicherung bei einem renditestarken Versicherer. Lebens- und Rentenversicherungen dürften ab 2009 wieder interessanter werden, wenn die Abgeltungssteuer die private Altersvorsorge beeinträchtigt: Bei einer Auszahlung des Kapitals nach dem 60. Lebensjahr ist in der Regel nur die Hälfte des Gewinns steuerpflichtig. |